Kommende Ausstellung:
Leerraum Vol. 2
20.03.–22.03.2026
Amtsdienerhaus Engen (Haupstraße 43A)
Vernissage: Freitag, 18–23 Uhr, mit Musik und Getränken
Geöffnet Samstag und Sonntag, 11–17 Uhr
Filmscreening Samstag, 20 Uhr
Kinderprogramm Sonntag während des Ostermarkts
Hin und weg.
Hin und weg sein: große Begeisterung, Euphorie oder Entzückung.
Hin, sich hingezogen fühlen, hingerissen sein. Weg sein, ein Zustand der Trance und die Abwesenheit des Bewusstseins.
Hin und weg als Zustand des Dazwischen: Wir brechen auf, in einen Zwischenraum, wo Begeisterung auf Nähe, wo Hingerissenheit auf Entfernung trifft. Ein Ort, an dem Staunen sich ausbreitet, Verwandlung geschieht und Loslassen passiert.
Eine Schweigezeit, ein Atemzug zwischen Momenten, in dem wir uns verlieren und zugleich vollkommen da sind. Wir geben uns hin, kommen an im Ungewissen, getrieben von Fernweh und einem Sehnsuchtszug, der durch die Unschärfe führt.
Ein Erwachen geschieht, ein Entschweben, ein Entrinnen. Alles verschiebt sich, wir treten aus dem Rahmen, fühlen Ergriffenheit, die Anmut des Verheißungsvollen, die kleine Ewigkeit des Übergangs, dort, wo wir hin und weg sind, verschwunden und zugleich ganz gegenwärtig.
Ausgestellt werden verschiedenste Medien von insgesamt sechzehn Künstler*innen. Außerdem werden in einem in der Ausstellung stattfindendem Filmscreening neun Kurzfilme gezeigt. Die Kunstausstellung wird mit einer Vernissage eröffnet, begleitet von Musik von DJs und regionalen Getränken in entspannter Atmosphäre. Am Sonntag gibt es als Begleitprogramm zum Engener Ostermarkt eine Kreativstation für Kinder.
Der Eintritt als auch die Programmpunkte sind frei.
Gefördert durch den Landkreis Konstanz. Unterstützt durch die Volksbank eG und die Brauerei Hirsch.
Ausstellende Künstler*innen:
Jiwon An, Katharina Büttgen, Mara Julia Engelsberger, Ronja Hermann, Sandra Köstler, Fine Mangelberger, Maria Murillo, Lola Nübling, Mara Olschowka, Lotte Rein, Naomi Semma, Diego Seipel Soubrier, Theda Vollert, Urata Vrajolli, Hu Xinyue, Martin Zürcher
Filmscreening:
Jakob Daringer, Doro Dorn, Daniela Lucato, Selin Onay + Davide Battel + Louis Carlier, Naomi Semma, Hu Xinyue, s.a.b.a
Vergangene Ausstellungen:
Leerraum Vol. 1
04.–06.04.2025
Kornhaus Engen
(D)Effekt.Der Effekt ist das Sichtbare, das Offensichtliche. Es ist das Leuchten, das entsteht, wenn etwas gelingt, wenn ein Ziel erreicht wird oder eine Idee aufblüht. Doch oft ist er flüchtig, ein Moment, der so schnell vergeht, wie er gekommen ist. Wir klammern uns daran, versuchen ihn festzuhalten, obwohl wir wissen, dass er sich immer wieder entzieht. Der Defekt hingegen ist das, was bleibt, wenn der Glanz verblasst. Es ist die Spur, welche der Effekt hinterlässt, manchmal eine Narbe, manchmal eine Leerstelle. Ein Defekt hat Gewicht. Er zwingt uns, innezuhalten, hinzusehen. Und genau darin liegt seine paradoxe Schönheit: Er schafft Raum. Raum für Reflexion, für Wachstum, für Veränderung. Man könnte sagen, dass der Effekt die Oberfläche ist – funkelnd und verführerisch – während der Defekt die Tiefe offenbart. Beide zusammen formen das Leben, machen es echt und unvorhersehbar.
Achtzehn Künstler*innen präsentierten ihre Werke zum Thema (D)effekt. Im Kornhaus Engen zeigten sie Malerei, Druckgrafik, Installation, Fotografie und Videokunst. Begleitet wurde die Ausstellung von einer Vernissage mit DJ-Acts und geführten Begehungen. Gefördert wurde es durch den Landkreis Konstanz.